Scheibenbremsbeläge

Trickstuff NG. Testsieger!


TRICKSTUFF New Generation
Diese neue Belagsmischung vereint das Beste aus zwei Welten in sich: Feinfühlig dosierbar, extrem hohe Bremskraft bei niedriger Handkraft, ruhig, sehr fadingresistent – und das alles bei wirklich geringem Verschleiß.

Diese Eigenschaften haben uns den verdienten Testsieg beim großen Bremsbelagstest der bike (Ausgabe 4/2011) beschert.

Mit dem neuen TRICKSTUFF New Generation (NG) können wir jeden Kunden bedienen, egal welchen Style er bevorzugt – CC, Marathon, Tour, Freeride, DH. So bist du gerüstet für die härtesten Anforderungen: Lange Abfahrten in den Alpen, harte Bremsmanöver vor Haarnadelkurven beim Downhill, zartes, gefühlvolles Verlangsamen im schlammigen CC-Kurs. Das beste: Auch die neuen Trickstuff-Beläge bestehen aus organischem Belagsmaterial. Organische Beläge sind deutlich weniger quietschanfällig und leiten die Bremshitze weniger in den Bremssattel.

Trickstuff-Bremsbeläge sind lieferbar für folgende Bremsen:
(Bei Klick auf die Belagskennzeichnung startet die entsprechende Seite unseres Online-Shops mit Detailansicht)
 



Erfolgreicher Prüfstandstest

Im Sommer 2011 haben wir unsere Bremsbeläge gegen die aktuellen Shimano-XTR-Beläge (Organisch/“Resin“, auf Aluträgerplatte) getestet. Unser besonderes Interesse galt dem Nassbremsverhalten.

Der Test fand auf dem Bremsenprüfstand der Fachhochschule/Technikum Wien statt. Prüfstand, Prüfablauf und Prüfpersonal waren identisch mit denen, derer sich das Mountainbike-Magazin in den letzten zwei Jahren bediente.

Hier das Ergebnis:


Man erkennt:
Die Unterschiede von Testlauf 1 zu Testlauf 2 sind bei allen Kombinationen extrem gering und beruhen vermutlich eher auf Messungenauigkeiten.
  1. Der Trickstuff-Belag liefert bei Nässe eine um 13% höhere Bremskraft als der Shimano-Belag.
  2. Die XTR-Bremse hat bei gleichem Bremsbelag eine um 8% höhere Bremskraft als die CLEG 2.
  3. Die CLEG 2 liefert in der Originalausrüstung eine um 5% höhere Bremskraft als die XTR in Originalausrüstung.

Kommentar:
Mit diesem Ergebnis im Gedächtnis wundern wir uns über die Aussage in der Mountainbike 12/2011, bei dem unserer Bremse mit dem NG-Belag gerade bei Nässe eine vergleichsweise geringe Bremskraft attestiert wird. Allerdings werden im Testbericht keine konkreten Messwerte veröffentlicht. Unsere eigenen Praxiserfahrungen decken sich nicht mit den von der Mountainbike veröffentlichten Ergebnissen, sondern stehen diesen diametral gegenüber.

Fazit:
Wir bleiben auf jeden Fall am Ball. Die aktuelle Benchmark sind – aus unserer Sicht – die derzeitigen Shimano-Bremsen (Stand Dezember 2011). Unser Ziel ist es, als kleine, aber feine Marke stets mit an der Spitze des technisch machbaren zu sein. Wir denken, da sind wir schon jetzt, und spätestens im kommenden Sommer werden wir dies mit Messwerten untermauern können.

Hier Scheibenbremsbeläge kaufen

Markenbremsen mit Fremdbelägen?
Diese Frage wird uns immer wieder gestellt, und auch im IBC-Forum klingt sie regelmäßig durch: Kann ein Bremsenhersteller seine Haftung einschränken, wenn andere als Original-Beläge montiert sind?

Beispiel Magura: „Bei Verwendung von Belägen von Fremdanbietern kann keine Gewähr für eine zuverlässige Funktion der Bremse übernommen werden, und Sie verlieren sämtliche Haftungs- und Garantieansprüche.“

Hintergrund dieser Regelung, die sich unseres Wissens bei keinem anderen Anbieter in dieser Schärfe findet, ist die Sorge, dass bei Verwendung von Sinter-Bremsbelägen (erkennbar daran, dass sich das Reibmaterial kaum in die Löcher der Trägerplatte hindurch drückt, während bei organischen Belägen das Reibmaterial bündig mit der Trägerplatte abschließt, siehe Bilder) wesentlich mehr Wärme in den Bremssattel transportiert wird als bei Verwendung der von Magura vorgesehenen organischen Beläge. Diese Sorge ist berechtigt, obwohl daraus resultierende Schäden selten sind.

Dass Sinterbeläge eher zum Quietschen neigen als organische Beläge, ist ein weiterer, allerdings nicht haftungsrelevanter Nachteil.

Tritt allerdings ein Schaden an der Bremsanlage auf, der in keinem kausalen Zusammenhang mit der Wahl der Belagssorte zu bringen ist, wird Magura die Haftung nicht rechtswirksam ausschließen (können). Dies wurde uns auf Anfrage auch signalisiert.

Beispiele:
Bei einer Undichtigkeit am Bremshebel kann die gesetzliche Gewährleistung u.E. nicht mit dem Hinweis auf die Wahl falscher Beläge abgelehnt werden, wenn nicht nachgewiesen werden kann, dass der Schaden am Bremshebel durch die Beläge verursacht ist.

Bei einem Versagen der Dichtungen im Bremssattel hingegen lässt sich ein solcher ursächlicher Zusammenhang leicht herstellen, und eine Ablehnung der Haftung wäre begründbar.

Selbstverständlich muss der Bremsenhersteller auch keine Haftung übernehmen, wenn der Fremdbelag an sich schadhaft ist; zum Beispiel, wenn sich das Reibmaterial von der Trägerplatte löst.


Daraus lässt sich schließen: Fremdbeläge werden zu einem Problem, wenn sie Ursache eines Bremsversagens sind. Ein anderweitig verursachtes Bremsversagen hingegen wird nicht zu einem Haftungsausschluss führen können, auch wenn Fremdbeläge im Bremssattel stecken.

Kein deutsches Gericht würde in einem solchen Fall einem Gewährleistungsausschluss zustimmen.

Bei Bremsenherstellern, die schon in der Erstausrüstung bei ein und demselben Bremsenmodell sowohl organische als auch gesinterte Bremsbeläge verwenden bzw. anbieten (zum Beispiel Avid, Formula, Shimano, nicht jedoch Trickstuff/CLEG, nicht Magura!) kann davon ausgegangen werden, dass die Bremse thermisch für beide Belagssorten geeignet ist.
Dass Fremdbeläge darüber hinaus Grundanforderungen wie Passgenauigkeit, langzeitstabile Verbindung Reibmaterial/Trägerplatte und einen zumindest ausreichenden Reibwert aufweisen müssen, versteht sich von selbst.

Fazit: Entscheidend für die Rechtssicherheit ist, dass die vom Bremsenhersteller vorgesehene Belagsgattung eingesetzt wird. Wenn in der Erstausrüstung organische Beläge verwendet werden, sollte der Fremdbelag ebenfalls organisch sein.

Wie erkennt man, ob es sich um einen organischen oder einen gesinterten Bremsbelag handelt?


Sinterbelag (hier original Avid Juicy): Reibmaterial drückt sich kaum in Löcher der Trägerplatte hinein

 
Organischer Belag (hier original Formula Oro): Reibmaterial und Trägerplatte sind bündig